Mittlerweile ist wieder eine Woche vorbei, seitdem ich das letzte mal dazu gekommen bin, hier meine Erlebnisse nieder zu schreiben. Und was alles in dieser Woche, und vorallem am vergangenen Wochenende passiert ist – der Wahnsinn!

Nachdem ich euch schon letzte Woche darüber informiert habe, dass ich vergangenes Wochenende einige Events besuchen werde, habe ich dies an besagtem Wochenende auch getan. Angefangen hat es am Donnerstag mit dem Auftritt von Muse in der O2-World. Nachdem ich um 19Uhr endlich Feierabend hatte, und ich mich schon den ganzen Tag auf den Abend gefreut habe, trat ich endlich die Reise in den Osten Berlins an. Hätte vorher nie gedacht, dass man mit dem Auto von Spandau nach Friedrichshain mehr als ‘ne Stunde braucht – diesbezüglich wurde ich eines besseren belehrt ;-) . Vor der O2-World angekommen, traf ich dann auch die Bekannte, mit der ich mich verabredet hatte. Nachdem wir dann an den Sicherheits-Checks vorbei waren, alle relevanten Gegenstände abgegeben und die Garderobe um einen Rucksack bereichert hatten, gönnte ich mir noch ein Bier vor dem großen Auftritt. Eigentlich sind wir auch davon ausgegangen, dass die Vorband des Abends – The Horrors – noch am Musizieren waren. Ein großer Irrtum. Das Bier war nichtmal zur Hälfte weg, da hörten wir schon die ersten Klänge, denen wir noch keine große Aufmerksamkeit schenkten. Was allerdings auffiel, war die Tatsache, dass sich der Gang – indem wir uns befangen – langsam leerte und eine eigenartige Ruhe aufkam. Ja, die Türen waren gut gedämpft. Plötzlich machte besagte Bekannte mich darauf aufmerksam, dass “The Resistance” grad läuft, und ich doch bitte mein Bier etwas schneller trinken solle. Gesagt, getan. Bier war innerhalb von 2 Minuten weg – soviel zum Thema genießen – und wir machten uns auf den Weg die Treppe nach unten zum inneren Bereich der Halle zu suchen. Leider der falsche Weg. Wir umkreisten die komplette Halle einmal, bis wir jemanden fanden, der uns sagen konnte, wo wir lang müssen. Ein gelungener Start, für so einen langersehnten Abend! Im Inneren der Halle angekommen, mischten wir uns in die Menge, drängelten uns an allen möglichen Leuten vorbei, bis wir ca. 7-8 Meter vor der Bühne kein durchkommen und keine geeignete Lücke mehr erblicken konnten. Und da standen wir nun, lauschten den wunderbaren Klängen und – wie konnte es auch anders sein – konnten keine Minute still stehen. Die Bühne war faszinierend aufgebaut, die Effekte perfekt in Szene gesetzt und der Sound besser als erwartet. Nach guten anderthalb Stunden war dann aber auch schon wieder Ende. Völlig euphorisiert und begeistert von der Show, machten wir uns durch die kalte Nacht auf den Heimweg, der eine weitere halbe Stunde in Anspruch nahm. Aber das war’s wert! Ein genialer Abend neigte sich somit dem Ende.

Am nächsten Morgen nahm der gewohnte Alltag seinen Neuanfang. Die Arbeit rief, ein langer Anfahrtsweg wurde angetreten und letztendlich siegte doch die Vorfreude auf den Abend. Nachdem ich um 17Uhr etwas früher von Arbeit losfuhr, um mich nochmal schnell frisch zu machen, trat ich um 18Uhr schon die Reise in den tiefsten Osten des Landes an. Es ging nach Frankfurt/Oder. Nach 2-stündiger Fahrt, einiger nervigen Szenen auf der Autobahn und einigen Koordinationsproblemen mit einem Kumpel in Frankfurt, bin ich dann endlich bei ihm angekommen. Aber was heißt angekommen? Nachdem er mich schon an der Straße abgefangen hatte, fuhren wir noch eine gute Stunde kreuz und quer durch Frankfurt, um dies und jenes zu organisieren und zu besorgen. Endlich fertig mit dem Einkauf, fuhren wir zu einem weiteren Kumpel um uns da – wenigstens für ein paar Minütchen – zur Ruhe zu setzen. Den Alkohol genießend und bei ein paar melodischen Klängen aus dem Fernseher, versuchten wir uns in Stimmung zu bringen, für das Event des Abends. Gegen 22.30Uhr machten wir uns dann auch auf den Weg zum nicht weit entfernten Kamea. Nach den paar Minuten Fußweg, erblickten wir auch schon die Schlangen, die in den Club führten. Gute 30 Minuten durften wir vor dem Club anstehen, bevor es in’s Warme ging. Drinnen angekommen, informierten wir uns über das Abendprogramm und genossen ein wenig die allgemeine Hektik die dort herrschte, trafen viele alte Gesichter aus meiner Zeit im Oderbruch und bereiteten uns auf den großen Auftritt vor. Und dann, gegen 1Uhr, war es endlich soweit. Paul Kalkbrenner hatte sich eingerichtet, ein riesen Raum war gefüllt mit Menschen, ein paar Leinwände zeigten einige nette Effekte und die Musik wurde langsam aufgedreht. Er hat im warsten Sinne des Wortes, die Bude gerockt. Eine super Stimmung und ein sau geiles Feeling füllten den Raum und machten die Nacht zu einem wahnsinnigen Erlebnis. Gute 3 Stunden lang dröhnten Pauls Sounds durch die Boxen und ließen niemanden im Raum still stehen. Von “Aaron” über “Sky and Sand” bis hin zu “Gebrunn Gebrunn” legte er alle möglichen Remixe auf, brachten die Bude zum brennen und ließ die Leute feiern. Aber irgendwann war auch für ihn Schluss. Gegen 5 Uhr machte ich mich dann auch auf den Weg in mein Bett, dass nach langem hin und her, und rumwarten und rumstehen, dann für knappe 3 Stunden aus der Rückbank meines Autos bestehen sollte.

Total unausgeschlafen, verkrampft und voller Schmerzen, rief dann mein Bekannter, mit dem ich in der letzten Nacht gefeiert hatte, um 8.30Uhr in der Früh an. Verwundert, dass dieser schon völlig Fit auf den Beinen stand, machte ich mich auf den Weg zu ihm. Nach einigen Wortwechseln und Unterhaltungen sowie einer guten, weiteren Stunde schlaf, machte ich mich auf den Heimweg, diesmal über’s Land. Nach widerum guten 2 Stunden Autofahrt kam ich dann auch zuhause an. Immernoch nicht fit genug, ruhte ich mich den Nachmittag aus, machte dann die Kirche – as always – und begab mich gegen 21Uhr auf den Weg zum nächsten Event. Erst etwas zögernd, war mir auf dem Weg aber klar, dass es die richtige Entscheidung gewesen ist, sich doch auf den Weg in einen weiteren anstrengenden Abend zu machen. Es ging in die Columbiahalle, erst per Regio, dann per U-Bahn bis zum Platz der Luftbrücke und von dort aus weiter zu Fuß. Auf gute 400 Meter sah ich schon die Schlange. Fast erfroren, immernoch müde und irgendwie auch ein wenig lustlos, stellte ich mich an, wartete widerum eine halbe Stunde um dann wieder einmal meinen Rucksack zu öffnen, alles checken zu lassen und mein überflüssiges Zeug in der Garderobe abzugeben. Allerdings war diesmal etwas anders. Schon beim Reinkommen wurden mein Gehör geschärft. Paul van Dyk war bereits mit seiner Gerätschaft voll im Gange. Die Halle schallte vor lauten Bässen und zarten Stimmen. “Wie geil!” dachte ich mir, und stellte mich in der langen Schlange zur Garderobe an. Alles abgegeben gab es nur noch ein Ziel: Rein in die Menge! Es wurde gefeiert, rumgehampelt, geschubst und geschrien. Es war genial. Bis 24Uhr hat Paul aufgelegt, bis er den Platz für Nick Warren geräumt hat, der die Menge weitere 2 Stunden mit seinen genialen Sounds unterhielt. Im Anschluss war es wieder Paul van Dyk, der seine Vandit Night zelebrierte und die überrannte Halle zum feiern brachte. Gegen 5Uhr war dann allerdings auch für mich Schluss. Ich merkte das Wochenende in jedem einzelnen meiner Knochen und merkte doch langsam die Müdigkeit, die sich in meinem Kopf breit machte. Also holte ich meinen Kram und machte mich auf den Heimweg, um am folgenden Sonntag das Leben mal wieder ganz entspannt anzugehen.

Die folgenden Tage brachten bis auf viele nette Erinnerungen an’s Wochende nicht viel mit sich. Arbeitsalltag, Facharbeitsrecherchen und heute noch ein Zahnarzt-Besuch sind Dinge die ich hier nicht weiter ausführen möchte. Ich erinner mich an das wahnsinnige Wochenende zurück und erfreue mich daran. Bin super froh, jeden einzelnen Schritt zu den Events angetreten zu haben und freue mich schon riesig auf kommende Veranstaltungen der gleichen Art.